03.02.2009 14:10:44   /   bonus.ch - News   /   Versicherung

Ohne Sparmassnahmen steigen die Prämien massiv

Der Vergleich der Krankenkassenprämien sowie unsere Ratschläge und Tipps helfen Ihnen, eine Krankenkasse zu finden, die Ihren Bedürfnissen entspricht, und gleichzeitig zu sparen.

Medienberichte über die Entwicklung der Kosten, Prämien und Reserven der Krankenversicherer haben die Bevölkerung verunsichert. Der santésuisse-Verwaltungsrat hat sich an seiner ersten Sitzung mit dem neuen Präsidenten Claude Ruey am 29. Januar konstituiert, die Situation analysiert und das weitere Vorgehen besprochen. Ohne gemeinsamen Effort aller Akteure des Gesundheitswesens, kann der Kostenanstieg nicht auf 2 bis 3% gebremst werden und starke Prämienerhöhungen sind unausweichlich.

Die Krankenversicherer wollen weder verunsichern noch dramatisieren, sondern sensibilisieren und gemeinsam mit Gesundheitspolitikern, Bund, Kantonen und Leistungserbringern praktikable, rasch und nachhaltig wirkende Sparmassnahmen ergreifen. Das Ziel der gemeinsamen Anstrengungen muss sein, den Anstieg der Kosten für kassenpflichtige medizinische Leistungen und somit auch die Prämienerhöhungen zu bremsen. Die vom Bundesrat beschlossene Senkung der Labortarife mit einer Kompensation für Ärzte mit Praxislabors ist ein erster wichtiger Schritt. Es ist also möglich, in schwierigen Zeiten zu sparen, ohne die gute medizinische Grundversorgung zu gefährden.

Kosten steigen stärker als Prämien
2007 sowie 2008 sind die Kosten pro versicherte Person um rund 4 bis 4,5% gestiegen. Im Jahr 2007 hat das BAG eine durchschnittliche Prämienerhöhung von 2,2% und 2008 eine solche von 0,5% bewilligt (Prämien für Erwachsene). Für das Jahr 2009 beträgt die genehmigte Prämienerhöhung 2.6%. Da die Versicherten die Wahl ihrer Versicherung optimieren, d.h. günstigere Versicherungsmodelle, höhere Franchisen oder günstigere Versicherer wählen, ist der Prämienertrag pro Person jeweils tiefer als die genehmigten Durchschnittsprämien. 2009 wird er gemäss den Vorjahreserfahrungswerten um rund 1.5% - und nicht um 2.6% - zunehmen. Der Unterschied zwischen bewilligten und effektiven Prämien, genannt Prämienerosion, ist auch der Grund für die unterschiedlichen Zahlen von santésuisse und BAG. Da seit 2007 die Leistungen stärker als die Prämien steigen, öffnet sich die Schere zwischen den beiden Werten immer weiter, was die Reserven negativ beeinflusst.

 
2007
2008
2009
Versicherungsertrag pro Person
Fr. 2'613.-
Fr. 2'586.-
Fr. 2'625.-
Versicherungsaufwand pro Person
Fr. 2'618.-
Fr. 2'730.-
Fr. 2'853.-
Differenz
- Fr. 5.-
- Fr. 144.-
- Fr. 228.-

Die Zahlen 2007 basieren auf den BAG-Daten, die Zahlen 2008 und 2009 auf den Prognosen von santésuisse.

Sowohl der Prämienanstieg wie auch der Kostenanstieg können bei den einzelnen Versicherern und Prämienregionen stark vom Durchschnitt abweichen.

Das Kostenproblem gemeinsam lösen
Das Kostenwachstum muss durch gemeinsame Anstrengungen rasch und nachhaltig gebremst werden, um gerade in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch den Prämienanstieg zu bremsen. santésuisse schlägt vor, Tarife und Preise für medizinische Behandlungen, Medikamente, Mittel und Gegenstände nach dem Vorbild der Labortarife zu senken, sich auf ein Kostenwachstum von maximal 2 bis 3% zu einigen und die Parameter für die Prämienkalkulation 2010 neu festzulegen.

Bundesrat Pascal Couchepin und Bundesamt für Gesundheit BAG haben mehrfach einen Runden Tisch in Aussicht gestellt. Der Verwaltungsrat von santésuisse möchte die Massnahmenvorschläge und Prioritäten nun zuerst mit dem Departement des Innern, dem BAG, den Kantonen und den Leistungserbringern diskutieren. Die Öffentlichkeit soll danach gemeinsam über das weitere Vorgehen informiert werden.

Das System obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung)
Kosten:
Die Kosten steigen stärker als die Prämien. Kosten sind stets das Produkt aus Mengen mal Preisen. Der Kostenanstieg ist auf Mengen- und Preis- bzw. Tarifwachstum zurückzuführen. Da unter den Leistungserbringern kein Wettbewerb herrscht, regelt auch kein Markt Mengen und Preise. Einzig unter den Krankenversicherern herrscht Wettbewerb. Dieser führt zu sinkenden Verwaltungskosten der Versicherer, welche mittlerweile im Durchschnitt bei etwas über 5% des Prämienvolumens liegen. Sowohl der politische Druck auf die Prämien, die Senkung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserven, wie auch der Wettbewerb unter den Versicherern hat dazu geführt, dass seit dem vergangenen Jahr die Ausgaben der Krankenversicherer für medizinische Leistungen höher waren als der Prämienertrag.
Prämien: Der effektive Prämienertrag einer Krankenversicherung ist stets tiefer als der Durchschnitt der bewilligten Prämien. Das BAG bewilligt Bruttoprämien ohne die Optimierung der Versicherten ihrer Rabatte für Prämiensparmodelle (höhere Franchise, Hausarzt-, Managed Care-, Bonusprodukte usw.) voraussagen zu können. Da weder der Versichertenbestand, das Rabattvolumen noch die Kosten genau vorausgesagt werden können, sind Prämienberechnungen nie so genau, dass am Ende des Jahres Aufwand und Ertrag ausgeglichen sein werden.
Reserven:Reicht der Prämienertrag nicht, um alle Rechnungen der Ärzte, Spitäler, Apotheken, Physiotherapeuten usw. sowie den administrativen Aufwand des Krankenversicherers zu bezahlen, müssen die Reserven angezapft werden. Ist der Prämienertrag höher als die Kosten, steigen die Reserven. Gewinne dürfen die Krankenversicherer in der Grundversicherung keine erzielen.

Quelle santésuisse, Communiqué, Februar 2009

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