04.09.2008 14:18:20   /   bonus.ch - News   /   Versicherung

Communiqué - sondage santé / Bevölkerung für Reformen und Eigenverantwortung

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Die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung schätzt das heutige Krankenversicherungssystem. Zudem zeigen die Resultate der sechsten sondage santé, dass die Bevölkerung offen ist für Reformen und die Eigenverantwortung hoch hält. Der Reformwille bleibt in der Deutsch- und Westschweiz aber unterschiedlich stark ausgeprägt und schwankt auch je nach Altersgruppe.

Die prosperierende Wirtschaft der letzten Jahre entfaltet ihre Wirkung: Gaben 2004 noch 34 Prozent der Befragten an, die Prämie sei zu hoch für ihre Verhältnisse, sind es dieses Jahr noch 20 Prozent – mehr als ein Drittel weniger. Oder umgekehrt betrachtet: Seit 2004 ist der Anteil der Einwohner, für welche die Prämien gar kein Problem darstellen, von 19 Prozent auf 24 Prozent angestiegen – ein Plus von mehr als einem Fünftel. Rund die Hälfte der Bevölkerung bezeichnet die Prämien als hoch, aber tragbar.
Die Tatsache, dass in den Augen der Allgemeinheit die finanzielle Belastung durch die Prämie zusehend abnimmt, steht in krassem Widerspruch zu Forderungen gewisser Gesundheitsdirektoren, welche die Krankenversicherer zu Prämiensenkungen zwingen wollen. Angesichts steigender Gesundheitskosten von knapp 5 Prozent (Communiqué santésuisse vom 30. Juli) und schwankender Kapitalerträge eine unhaltbare Forderung, welche die finanzielle Stabilität einer Krankenversicherung gefährden kann.
Das sich abzeichnende Ende der guten Wirtschaftslage sowie der moderaten Prämienerhöhungen wird das Kostenproblem mittelfristig wieder in den Vordergrund rücken und damit auch die Wahrnehmung gegenüber den Krankenkassenprämien verschlechtern. Die Politik muss den Reformprozess deshalb beschleunigen. Die Bevölkerung ist dazu bereit, wie es die Ergebnisse der sondage santé bestätigen, auch wenn der Reformwille je nach Landesteil und Altersgruppe schwankt. Personen aus der Romandie sowie die über 55-Jährigen sind reformkritischer als der Durchschnitt.

Mehrheit für Lockerung des Vertragszwangs
89 Prozent der Befragten sind „eher“ oder „sicher“ für Medikamentenpreise auf dem europäischen Durchschnittsniveau, 81 Prozent für Komplementärmedizin in der Grundversicherung, 71 Prozent für einen neuen Kostenteiler in der Alterspflege, 70 Prozent für die Aufhebung des Territorialitätsprinzips bzw. für die Vergütung von medizinischen Leistungen im Ausland und 69 Prozent für ein Bonus-Malus-System. Eine Mehrheit unterstützt schliesslich auch eine Lockerung des Vertragszwangs (54 Prozent). Dies bestärkt santésuisse in ihrer Ablehnung gegen die Ausweitung staatlicher Planwirtschaft, wie sie Gesundheitsdirektoren und FMH im Zusammenhang mit der Ablösung des Zulassungsstopps propagieren. santésuisse schlägt eine Lösung vor, welche dem Prämienzahler die freie Wahl zwischen einem regulierten oder einem marktwirtschaftlichen Grundversicherungsmodell überlässt.

Bevölkerung hält Solidarität und Eigenverantwortung hoch
Solidarität und Eigenverantwortung sind für die Befragten kein Widerspruch. Über 75 Prozent der Bevölkerung stehen hinter der Solidarität zwischen gesund und krank sowie arm und reich. Die mit 69 Prozent erneut hohe Zustimmung zum Bonus-Malus-System deutet nicht auf mangelnde Solidarität sondern viel mehr auf einen ausgeprägten Sinn für Eigenverantwortung und Gerechtigkeit hin. So betrachten es 73 Prozent der Bevölkerung als unfair, wenn jemand nicht auf die eigene Gesundheit achtet und damit das Versichertenkollektiv belastet. Und wegen jeder Kleinigkeit den Arzt aufzusuchen, wird als wichtigstes Kosten treibendes Element wahrgenommen. Versicherungsmodelle, welche die Eigenverantwortung stärken (z.B. HMO- und Hausarztmodelle), legen Jahr für Jahr in ihrer Bekanntheit zu, sind aber bei gut ausgebildeten bzw. gut verdienenden Befragten bekannter als bei Personen mit Volksschulabschluss oder aus der Romandie. Insgesamt bleibt die Westschweiz gegenüber der Eigenverantwortung kritischer als die Deutschschweiz.

Geschätzte Leistungen der Krankenversicherer
Die Bereitschaft der Bevölkerung, bei der Auswahl von Ärzten, Spitälern usw. den Empfehlungen der eigenen Krankenkasse zu folgen, ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 auf 41 Prozent gesunken. Da die Befragung im Juni statt fand, ist dieser Rückgang auf die zum Teil massiven Verunglimpfungen zurück zu führen, denen die Krankenversicherer im Abstimmungskampf um die Gesundheitsverfassung ausgesetzt waren. Trotzdem konnten die Krankenversicherer im Vergleich mit anderen Branchen ihre Position in Sachen Image weiter ausbauen.
Zum ersten Mal erforscht die sondage santé den Nutzen der Krankenversicherer. 88 Prozent der Versicherten schätzen individuelle Zusatzversicherungen, 82 Prozent die Kontrolle und Bezahlung der Rechnungen, 69 Prozent die Gesundheitsförderung, 55 Prozent medizinische Beratung und 54 Prozent den Schutz vor finanziellen Problemen im Krankheitsfall. Das Aushandeln optimaler Preis-Leistungsverhältnisse mit Ärzten, Spitälern und anderen Leistungserbringern erwähnen nur 48 Prozent als konkreten Nutzen - Personen über 55 Jahren etwas häufiger und Personen aus der Westschweiz seltener.

Steckbrief der sondage santé
Die von santésuisse zum sechsten Mal in Auftrag gegebene und von Neff-Pidoux Wissensmanagement, Bern, konzipierte und ausgewertete Bevölkerungsbefragung sondage santé wurde in den Kalenderwochen 24 - 26 vom Marktforschungsinstitut DemoSCOPE aufgrund computergestützter Interviews durchgeführt. Die Grundgesamtheit der Befragung umfasst die Bevölkerung aus der Deutsch- und Westschweiz sowie dem Tessin im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. Insgesamt wurden 1210 Interviews realisiert. Die Resultate der sondage santé sollten mit 95% Wahrscheinlichkeit und einer Messgenauigkeit von ± 2.6% mit der Gesamtbevölkerung übereinstimmen.

Quelle : Communiqué, santésuisse, September 2008

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