09.08.2007 11:36:42   /   bonus.ch - News   /   Versicherung

Die Schweizer Versicherten bezahlen nach wie vor zu viel für Medikamente

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Der 3. Medikamentenpreisvergleich von santésuisse zeigt, dass die Medikamentenpreise trotz verschiedener Preissenkungen in der Schweiz nach wie vor hoch sind: So sind die 100 umsatzstärksten Medikamente in den vier Hauptvergleichsländern um durchschnittlich 8% günstiger als in der Schweiz (Basis Fabrikabgabepreise). Auch die Generikapreise sind in der Schweiz massiv teuerer als im Ausland, die Studie von santésuisse zeigt ein durchschnittliches Einsparpotenzial von 43% (Basis Fabrikabgabepreise). Schliesslich gibt es grosse Preisunterschiede bei Generika mit dem gleichen Wirkstoff innerhalb der Schweiz.

Dank dem Medikamentenpreisvergleich von santésuisse kann gezeigt werden, dass die Preisunterschiede zum europäischen Ausland zwar kleiner geworden sind, Schweizer Versicherte aber nach wie vor deutlich höhere Medikamentenpreise bezahlen als ihre europäischen Nachbarn:

  • Top 100-Original-Auslandpreisvergleich: Allein bei den 100 umsatzstärksten Arzneimitteln könnten 113 Millionen Franken gespart werden, wenn die Schweizer Fabrikabgabepreise auf das durchschnittliche Preisniveau der 4 Hauptvergleichsländer gesenkt würden.
  • Generika-Inlandpreisvergleich: Für die 30 umsatzstärksten generikafähigen Wirkstoffe besteht bei vollständiger Substitution zum günstigsten Generikum ein Einsparpotenzial zu Fabrikabgabepreisen von 90 Millionen Franken.
  • Generika-Auslandpreisvergleich: Würden die Schweizer Fabrikabgabepreise der 25 umsatzstärksten generischen Wirkstoffe auf das Durchschnittsniveau der 4 Vergleichsländer gesenkt, könnte ein Einsparpotenzial von 167 Millionen Franken erreicht werden.

Das Gesamteinsparungspotenzial gegenüber dem Ausland beträgt etwa 280 Millionen Franken, wobei hier nur die 100 umsatzstärksten Originale und die 25 umsatzstärksten generikafähigen Wirkstoffe auf Stufe der Fabrikabgabepreise und im Vergleich zu den 4 Hauptvergleichsländern gerechnet sind. Die Analyse des Gesamtmarktes hat ergeben, dass die Einsparpotenziale bei den umsatzstärksten Produkten am grössten sind. Die Preisunterschiede bei Arzneimitteln, die weniger häufig verkauft werden, sind deutlich kleiner.

Der Preisvergleich zeigt, dass die Preisunterschiede zwischen der Schweiz und dem Ausland auf Stufe der Publikumspreise deutlich höher als auf Stufe der Fabrikabgabepreise sind. Dies bedeutet, dass die Schweiz einen hohen Vertriebsanteil unterhält. Preiskorrekturen müssen also auch bei der Vertriebsmarge ansetzen.

Forderungen von santésuisse

  1. Der Ständerat hat im Juni 2007 Änderungen von Artikel 52 KVG betreffend Medikamentenpreisbildung erarbeitet. santésuisse unterstützt diese Gesetzesänderungen. Wichtig sind insbesondere die regelmässige Überprüfung der Medikamentenpreise alle drei Jahre und die Überprüfung der Preise bei Indikationserweiterungen.
  2. Der Auslandpreisvergleich des Bundesamts für Gesundheit (BAG) muss die Nachbarländer Österreich, Frankreich und Italien gleichwertig berücksichtigen (neben den bestehenden Vergleichsländern Deutschland, Holland, Dänemark und Grossbritannien). Um die Wirksamkeit neuer Medikamente zu beurteilen, sind diese einem Assessment zu unterziehen, welches den therapeutischen Wert des Medikamentes wissenschaftlich untersucht (Health Technology Assessment, HTA).
  3. Im Off-patent- und Generika-Markt soll eine fixe Kostenrückerstattung nach Wirkstoff vorgeschrieben werden. Die Rückerstattung muss sich an den günstigen Generika orientieren. Bei Aufnahme in die SL und späterer Preisüberprüfung soll die gleiche Methode wie bei den Originalpräparaten zur Anwendung kommen (Auslandpreisvergleich auf der Substanz – nicht auf dem Markennamen). Zudem soll das BAG prüfen, ob die administrierten Preise im Markt für patentabgelaufene Wirkstoffe abgeschafft werden können, so dass die Preise zwischen den Akteuren ausgehandelt werden.
  4. Die Vertriebsmarge bei den Medikamenten ist in der Schweiz deutlich höher als im Ausland, setzt nach wie vor falsche Anreize und wird im Gegensatz zum Ausland nicht regelmässig angepasst. Hier drängt sich eine Korrektur der Kapital- und Fixmargen auf. Es ist zu prüfen, ob die Vertriebsanteile je Vertriebskanal verhandelt werden können.

Auskunft erteilt:
Peter Marbet
Leiter Abt. Politik und Kommunikation
Tel. 032 625 42 57 / 079 648 45 41
E-Mail: peter.marbet@santesuisse.ch

     

 

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