18.07.2007 08:36:18   /   bonus.ch - News   /   Versicherung

Blutspende, Die Jungen sollen Blut lassen

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Der Bedarf an Frischblut nimmt zu - auch, weil die Menschen älter werden. Das Rote
Kreuz braucht dringend neue Spender. Jetzt soll aktiver geworben werden.

EXPRESS:
- Seit einem halben Jahr hat die Nachfrage nach Blut wieder zugenommen.
- Mediziner wie Spendezentren sorgen sich um die Spendenfreudigkeit.


Die Schweizer Spitäler benötigen frisches Blut - im Durchschnitt 1254 Spenden pro Tag.
Bernadette Schmid aus dem luzernischen Schenkon ist sich dessen bewusst und legt sich
deshalb gerne auf den Schragen des regionalen Blutspendezentrums an der Museggstrasse
in Luzern. «Blut spenden ist eine gute Sache. Ich kann anderen helfen. Zudem bin ich
vielleicht auch selber mal froh, wenn genügend Blutreserven vorhanden sind», sagt die
29-Jährige.

«Weniger selbstlos»

Diese Einstellung ist keine Selbstverständlichkeit. Die Blutspendedienste kämpfen seit einigen
Jahren um Spenderinnen und Spender. «Es ist anstrengend. Wir sind immer etwas im
Rückstand», erklärt Andreas Maier, Chefarzt des regionalen Blutspendedienstes
Zentralschweiz. Es sei schwieriger geworden, die Menschen für das Blutspenden zu
gewinnen, sagt Maier. «Die Leute sind weniger selbstlos als früher. Auch spielen die
Unternehmen weniger mit.» Mitarbeiter konnten vor nicht allzu langer Zeit schon mal während
der Arbeitszeit Blut spenden. Die gewünschten Mengen liessen sich auch bei Firmenaktionen
gewinnen, bei denen die Angestellten in Gruppen «angezapft» wurden. Das ist vielerorts
vorbei.

«Die Zahl der Spenden ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Heute sind es
noch rund 380 000», sagt Rudolf Schwabe, Direktor des Blutspendedienstes des
Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). «Gleichzeitig benötigen die Spitäler generell mehr
Blut.»

Neuer Trend seit 6 Monaten

Nachdem der Bedarf während Jahren stabil gewesen oder sogar zurückgegangen ist,
beobachtet Schwabe seit sechs bis acht Monaten eine Trendumkehr. Die Zunahme im letzten
halben Jahr liege bei 2 bis 3 Prozent. Bereits im Jahresbericht 2006 hatte das SRK darauf
hingewiesen, dass der Blutspendedienst mittelfristig eine höhere Zahl an Spendern benötige,
«um die Versorgung der Schweiz sicherstellen zu können». Wenn Blut fehlt - was seit Jahren
nicht mehr vorgekommen ist - , müssten die Spitäler alle nicht dringlichen Operationen
verschieben, bis die Dienste wieder liefern können.

Als Gründe für den höheren Bedarf sieht Schwabe die Überalterung der Bevölkerung und die
damit verbundene Zunahme an Langzeitpatienten und Bluterkrankungen. Darüber hinaus
würden regionale Spitäler die sauerstoffhaltigen und vergleichsweise günstigen Blutkonserven
als Sauerstoffträger verwenden, anstatt den Patienten teure Medikamente zu verabreichen.

Luzern kritisch

Guido Schüpfer widerspricht der zweiten These. Der leitende Arzt Anästhesie und Leiter der
Unternehmensentwicklung am kantonalen Spital in Luzern betont, die Spitäler seien generell
kritisch im Umgang mit Blut. «Die Transfusionsregeln sind nicht zuletzt seit dem Auftauchen
von Aids sehr streng geworden.» Die Luzerner Klinik habe entgegen dem nationalen Trend
die letzten zehn Jahre eher weniger Blut verbraucht. Schüpfer führt dies aber vor allem auch
auf die «verbesserte Operationstechnik» zurück.

Sorgen bereitet ihm auch die rückläufige Spendenfreudigkeit. «Die SRK muss viel in die
Werbung investieren und den Sinn des Spendens erläutern.»

Dessen seien sich die Verantwortlichen bewusst, betont Rudolf Schwabe vom
Blutspendedienst. Das SRK will die Bevölkerung mit Werbung besser aufklären. Aktionen
wie die mobile Blutspende sollen ausgeweitet werden. Ansprechen will man vorab die 30- bis
45-Jährigen. Bei dieser Gruppe stellt Schwabe in den letzten 20 Jahren den massivsten
Spenderückgang fest: «Hier gibt es noch Potenzial.»

Einbruch im Sommer und Winter

Dass gezielte Aufrufe erfolgreich sein können, hat die SRK im Juni des letzten Jahres
bewiesen. Jeweils vor den Sommerferien und um Weihnachten/Neujahr sackt die Zahl der
Spenden ab. Nach einem Appell des SRK entspannte sich die Situation. Gut zu wissen:
Der nächste Winter kommt bestimmt.

Hinweis: www.blutspende.ch

Von Michael Widmer

Quelle Luzerner Zeitung, Juli 2007

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