24.06.2011 09:35:55   /   bonus.ch - News   /   Versicherung

Seltene Krankheiten sollen kassenpflichtig sein

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Seltene Krankheiten gehören in die Kassenpflicht. So lautet das Urteil der Stimmberechtigten, im Gegensatz zur Meinung des Bundesgerichts. Der aktuellen Repräsentativbefragung von gfs.bern lässt sich weiter entnehmen, dass sich die Meinungen zu Managed Care kaum verändert haben. Der Anreiz zur Wahl von Managed-Care-Modellen soll über Qualitätsverbesserung und nicht über Bestrafung durch höhere Selbstbehalte gefördert werden.

Ende 2010 hat das Bundesgericht bei der Frage zur Medikamentenvergütung für eine Patientin mit einer seltenen Krankheit erstmals in der Schweiz einen Schwellenwert zur medizinischen Rationierung festgelegt. Dieser Entscheid findet im Urteil der Stimmberechtigten keine Gnade, wie der 15. «gfs-Gesundheitsmonitor» zeigt. Für 83 Prozent der Befragten gehört die Übernahme der Kosten bei seltenen Krankheiten zur Kassenpflicht. Der Entscheid zur Kostenübernahme soll primär aufgrund medizinischer Überlegungen und unter Berücksichtigung der Lebensqualität der Patientinnen und Patienten gefällt werden (91%). Entscheide rein auf der Basis von Kostenüberlegungen werden von mehr als zwei Dritteln der Befragten abgelehnt. Auch wird die Zuständigkeit des Bundesgerichts in dieser Frage von einer Mehrheit verneint.

Managed-Care-Modelle
Die Meinung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zum Thema Managed Care hat sich gegenüber 2010 wenig verändert. Für 79 Prozent hängt die Attraktivität dieser Modelle eng mit der Möglichkeit zusammen, das individuelle Prämienwachstum zu bremsen. Klar ist für die meisten auch (79%), dass Managed-Care-Modelle den chronisch Kranken nicht zum Nachteil gereichen dürfen.

Einheitskasse findet keine Mehrheit
Das Thema ist bei den Stimmberechtigten bekannt (54%), doch 51 Prozent möchten lieber beim aktuellen System bleiben, 40 Prozent sprechen sich für eine Einheitskasse aus, wobei die Zustimmung in der Romandie höher ist und in ländlichen Gebieten etwas an Boden gewinnt. Den Wettbewerb unter den Krankenkassen halten rund 65 Prozent für qualitätsfördernd, während die Jagd nach guten Risiken für 62 Prozent eher für die Einheitskasse spräche. Eine Mehrheit verbindet mit der Einheitskasse auch die Erwartung einer Systemvereinfachung.

Eigene Gesundheit wieder besser beurteilt
Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer haben ihren Gesundheitszustand in der Periode 2000 bis 2005 kritischer beurteilt. Hier lässt sich eine leichte Erholung feststellen. Auf die Frage: «Wie geht es Ihnen zurzeit gesundheitlich?» antworteten in der Befragung zum «gfs-Gesundheitsmonitor 2011» 71 Prozent «gut» oder «sehr gut». Die Befragten gehen etwa gleich häufig zum Arzt wie in der vergangenen Befragungsperiode und verlangt wird (53%) das beste, nicht das billigste Medikament (21%). Fazit, Schweizerinnen und Schweizer fühlen sich mehrheitlich gesund.

Qualität und Wahlfreiheit als zentrale Werte des Gesundheitswesens
Seit Jahren kaum verändert beurteilen drei Viertel der Befragten die Qualität des Gesundheitswesens mit den Noten «gut» oder «sehr gut». Die wichtigste Veränderung in diesem Themenbereich gegenüber dem Vorjahr stellt man bei der Leistungsabdeckung durch die Grundversicherung fest: 63 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wünschen sich noch klarer als auch schon, dass die Grundversicherung für sämtliche Leistungen aufkomme und weniger den Charakter einer (Hoch-)Risikoversicherung habe (33%). Andererseits hat aber die ausdrückliche Forderung nach freier Wahl des Arztes oder Spitals seit 2007 deutlich abgenommen, von damals 50 Prozent auf aktuell noch 21 Prozent. Dennoch neigen immer noch nur 13 Prozent dazu, sich die Arzt- bzw. Spitalwahl von den Krankenkassen vorschreiben zu lassen. Insgesamt sind es nämlich 86 Prozent, die diese Freiheit lieber nicht preisgeben möchten.

«gfs-Gesundheitsmonitor 2011» auf dem Web
Das Wichtigste in Kürze zum «gfs-Gesundheitsmonitor 2011» finden Sie auf der Website in der Rubrik «Fakten und Statistiken / gfs-Gesundheitsmonitor». Der Kurzbericht zur Studie kann auch als Datei im PDF-Format heruntergeladen werden. Ebenso stehen die darin verwendeten Grafiken in einem gängigen Format für eigene Verwendungen zur freien Verfügung.

Die Repräsentativumfrage «gfs-Gesundheitsmonitor» wurde im Auftrag von Interpharma von gfs.bern zum 15. Mal seit Einführung des KVG durchgeführt.

Quelle: interpharma.ch, Juni 2011

     

 
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