21.11.2012 07:30:25   /   bonus.ch - Pressemitteilung   /   Finanz

Grosse Unterschiede zwischen den Anbietern der 3. Säule; Banque CIC und Basler an der Tabellenspitze

Die Banque CIC bietet zurzeit die besten Bedingungen für das Sparen mit der 3. Säule. Bei den Versicherungen haben die Basler und die Vaudoise die besten Angebote. Dies geht aus einer im November 2012 vom Vergleichsportal bonus.ch durchgeführten Studie hervor.

Grosse Unterschiede zwischen den Anbietern der 3. Säule; Banque CIC und Basler an der TabellenspitzeDieser Tage werden zahlreiche Schweizer Beträge auf ihr 3. Säule-Konto einzahlen. Das Vergleichsportal bonus.ch führte eine Umfrage durch, um die Banken und Versicherungen zu ermitteln, die derzeit die besten Konditionen anbieten, sowie um die Vorteile der einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen.

Die Säule 3a ermöglicht, sich ein zusätzliches Rentenkapital aufzubauen und die immer flagranter werdenden Lücken der beiden ersten Säulen auszugleichen, deren Rentenauszahlungen immer unsicherer werden. Ausserdem entsprechen bis zu einem Drittel und manchmal sogar noch mehr des erwirtschafteten Kapitals den Steuerersparnissen, die dank den Prämienabsetzungen vom steuerbaren Einkommen erzielt werden. Ein Steuergeschenk, das bis zu 2'000 Franken im Jahr und sogar mehr betragen kann.

Bei einer Bank ist das Sparguthaben flexibler als bei den Versicherungsunternehmen und der derzeit praktizierte Ertrag ist höher, obwohl er seit den 1990er Jahren stark gesunken ist. Der von bonus.ch ermittelte Index für das Sparen über die 3. Säule – Tendenz sinkend in den letzten Jahren – beträgt derzeit 1.625%: die Hälfte der Banken, die im Vergleich aufgeführt sind, bieten einen Zinssatz an, der mindestens so hoch wie dieser Index ist. Allerdings gibt es keinerlei Garantie dafür, wie hoch der Ertrag in Zukunft sein wird. Ausserdem bietet die 3. Säule bei einer Bank keinerlei Schutz im Fall einer Erwerbsunfähigkeit aufgrund von Krankheit, Unfall oder Tod. Zur Zeit bietet die Banque CIC einen Zinssatz von 2.15% an und manche anderen Anbieter einen Zinssatz von 2%. Die Mehrheit der Banken bietet niedrigere Zinssätze an, die aber immer noch deutlich über den Zinssätzen der konventionellen Sparkonten liegen. Die Unterschiede bei den Zinssätzen haben einen grossen Einfluss auf die Höhe des ersparten Kapitals, das bei Rentenantritt fällig wird: über einen Zeitraum von 25 Jahren kann das Rentenkapital je nach Bank um CHF 20’000.- variieren. Doch es ist jederzeit möglich, sein Guthaben an einen anderen Anbieter zu transferieren, falls dieser bessere Konditionen bietet.

Was die Versicherungen betrifft, so wurde ihnen ab Juli 2012 von der FINMA ein garantierter Höchstzinssatz von 1.5% auferlegt. Es handelt sich dabei um die Hälfte des garantierten Ertrags wie für die Verträge, die in den 1990er Jahren abgeschlossen wurden. Heutzutage beträgt das bei der Pensionierung ausgezahlte Kapital kaum mehr als die eingezahlten Raten und es kann sogar vorkommen, dass es weniger ist. Ein Vertragsabschluss kann von der Versicherung verweigert werden, wenn der Versicherungsnehmer Gesundheitsprobleme hat. Nach Vertragsabschluss für eine gebundene Vorsorge sollte man die Prämienzahlung möglichst nicht unterbrechen, wenn man schwerwiegende finanzielle Konsequenzen vermeiden möchte: in einigen Fällen verliert man die zwei ersten Prämienzahlungen des laufenden Jahres. Aber ein Versicherer garantiert einen Vergütungszins bis zum Eintritt ins Rentenalter und stellt sicher, dass das Sparziel erreicht wird, selbst im Fall von Gesundheitsproblemen. Ausserdem sind bei einem Todesfall nahestehende Personen des Versicherungsnehmers geschützt. Aber diese Garantieren haben natürlich ihren Preis! Derzeit bieten die Basler und die Vaudoise die besten Konditionen: garantierte mehr als CHF 169'000.- für 25 Jahre Sparen. Bei den verschiedenen Versicherern konnten beträchtliche Unterschiede festgestellt werden: bei der Zurich werden nur CHF 151'992.- garantiert. Diesen Beträgen stehen die CHF 222'865.- gegenüber, die man bei einer Bank ansparen könnte – aber ohne jegliche Garantie und ohne von irgendeiner Versicherungsleistung zu profitieren.

Jeder Sparer muss sich aufgrund seiner persönlichen und familienbedingten Prioritäten zwischen Bank oder Versicherung entscheiden. Es ist aber ratsam, über mehrere Lösungen für die 3. Säule verfügen zu können, um die Zahlungen der kapitalisierten Rente zu staffeln und so seine Besteuerung zu begrenzen. Man kann folglich einen Versicherungsvertrag mit einem Sparguthaben ergänzen und umgekehrt. Wie auch immer: man sollte nicht alle Eier in den gleichen Korb geben!

Tabellen und detaillierte Analyse

Die Rubrik 3. Säule Vorsorge auf bonus.ch

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Lausanne, den 21. November 2012

     

 
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