18.01.2012 09:01:21   /   bonus.ch - News   /   Konsum

Auto-News: Heimliche Helfer

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Elektronische Assistenzsysteme sorgen für mehr Sicherheit und Komfort. Was ist Stand der Technik? Was hilft, und was ist eher Spielerei? Ein Überblick.

Die Zahl der Unfälle im Strassenverkehr sinkt. Waren es laut Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) 1995 noch fast 90'000 Unfälle in der Schweiz, ging die Zahl im letzten Jahr auf unter 59'000 zurück.

Einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten Fahrassistenzsysteme. Eines der ersten war das ABS, die elektronisch gesteuerte Stotterbremse, mit der die Lenkbarkeit der Räder erhalten bleibt. Ausweichen statt unkontrolliert ins Hindernis rutschen, das reduziert Unfälle.

Heute ist man ein Stück weiter. Was in der Luxusklasse vor zehn Jahren begann, findet sich heute als Option oder Serie schon in Kompakt- und Kleinwagen. Sicherheitssysteme wie ABS, ESP, Airbags und aktive Kopfstützen sind längst Standard. Denn wer sie nicht serienmässig hat, kassiert beim Euro-NCAP-Crashtest Punktabzüge.

Schutz vor dem Aufprall

Neue Fahrassistenzsysteme schützen Insassen noch besser beim Unfall, wie zum Beispiel das System «Pre-Safe» von Mercedes. Per Radar wird der Abstand zum vorausfahrenden oder nachfolgenden Fahrzeug gemessen. Wird der Abstand zu gering und die Kollision droht, werden die Fenster geschlossen, die Gurte gestrafft und die Sitze aufgestellt, um die Fahrgäste optimal zu schützen.

Zudem berechnet das System die nötige Bremskraft, um den Unfall zu verhindern oder abzumildern. Selbst wenn der Fahrer das Bremspedal nur leicht betätigt, ergänzt das System fehlende Bremskraft.

Noch weiter geht die automatische Notbremsung, bei der das System automatisch eingreift und bremst, wenn der Abstand zu gering wird. Im neuen Focus zum Beispiel verhindert das Notstopp-System Kollisionen bis Tempo 30, darüber mindert es die Aufprallgeschwindigkeit. Das System erfasst den Abstand zum Hindernis per Infrarot-Laser, der auf Reflektionen anspricht. Eine matte Gebäudewand kann die Technik nicht erkennen, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Volvo war der erste Hersteller, der eine Notbremsfunktion bis Tempo 30 anbot. Denn Auffahrunfälle im Stop-and-go-Verkehr gehören zu den häufigsten Unfallursachen. Bei einem ADAC-Test solcher Assistenzsysteme von Audi, BMW, Mercedes, Infiniti, Volvo und VW schnitten alle mindestens mit der Note befriedigend ab.

Nützlich sind Fahrspurassistenten, die mit Lenkradvibrationen oder akustischem Signal warnen, wenn das Auto ohne zu blinken seine Fahrspur verlässt, weil der Fahrer dem Sekundenschlaf erliegt. Eine der häufigsten Unfallursachen. Neuste Systeme sorgen dann per Lenk- oder Bremseingriff dafür, dass der Wagen in der Spur bleibt. Im Ford Focus übernimmt eine Frontkamera das Vermessen der Fahrspur.

Breite Zustimmung gibt es für Totwinkelwarner, die mit Sensoren Bereiche um das Fahrzeug abtasten, die der Fahrer selbst mit dem obligaten Schulterblick schlecht einsehen kann. Blinkende Warnlampen in den Seitenspiegeln oder A-Säulen und Signaltöne machen den Fahrer auf die Gefahr aufmerksam.

Mehr Durchblick

Bei Fahrten in der Dunkelheit bieten viele Hersteller Assistenten zur optimalen Ausleuchtung der Fahrbahn an. Dynamisches Licht nennt sich so etwas. Im Audi A6 leuchten die Frontlampen die Fahrbahn je nach Autobahn, Landstrasse und Stadtverkehr – signalisiert vom Navigationssystem – optimal aus, selbst für Strassenkreuzungen gibt es eine eigene Einstellung.

Dazu kommt das Kurven- und Abbiegelicht, mit dem der Lichtstrahl analog zur Lenkbewegung exakt dorthin leuchtet, wo das Auto hinfährt.

Noch nicht in der Kompaktklasse angekommen sind aufwendige Nachtsichtsysteme, bei denen wie zum Beispiel im Audi A6 eine Wärmebildkamera eingesetzt wird, die Menschen und Tiere abseits des Lichtkegels aufspürt und farblich abgesetzt im Display zeigt. So wird der Fahrer aufmerksam, wenn am Strassenrand beispielsweise Rehe stehen, die über die Stras­se wechseln könnten.

Neu sind in der Kompaktklasse Müdigkeitswarner, die bewerten, ob ein Fahrer aufmerksam genug Auto fährt. Beim Ford Focus zeichnet die Frontkamera Fahrzeugposition in der Spur sowie Lenkbewegungen auf. Registriert das System willkürliche und unlogische Reaktionen, folgert es daraus Unaufmerksamkeit, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Die nötige Pause wird per Kaffeetassen-Symbol angezeigt.

Lexus überwacht per Innenkamera die Augenbewegungen des Fahrers. Volvo und Mercedes werten Fahrdaten aus, um die Müdigkeit zu erkennen. Es fragt sich nur, ob sich der Fahrer die Aufforderung zur Pause zu Herzen nimmt. Das System gibt nur einen Hinweis, die Verantwortung über die Fahrtüchtigkeit liegt weiter beim Lenker.

Grundsätzlich gilt immer die Fahrerverantwortung. Das wird deutlich bei dem Tempomaten von BMW mit adaptiver Distanzkontrolle und Stop-and-go-Funktion, die das Fahrzeug bis zum Stillstand bremst. Wer so dem Vordermann im Stadt- und Überlandverkehr nachfährt, fühlt sich sorglos. Doch wehe, es kommt ein Kreisel: Die dort von links nahenden Wagen kann das System natürlich nicht erkennen. Greift der Fahrer dann nicht selbst ein, kann es beim Einfahren zum Unfall kommen. Die Komfortfunktion entbindet nicht von Konzentration.

Gedächtnisstütze

Noch keinen automatischen Eingriff ins Tempo nehmen Verkehrsschild-Kamerasysteme vor, mit denen die jeweils aktuellen Limiten ins Display eingeblendet werden. Doch nicht alle reagieren in gleicher Qualität, manche nehmen nur fest installierte Temposchilder wahr, gewisse Schild-Erkenner wie bei BMW sind gar zwingend an das Navigationssystem gekoppelt.

Das flinkeste und zuverlässigste System bietet zurzeit der neue Ford Focus, der Tempolimiten sogar erkennt, wenn sie auf LED-Wänden über der Autobahn-Spur angebracht sind. Wer sich nicht erinnert, ob eine Tempolimite bereits aufgehoben wurde oder nicht, ist so jederzeit informiert.

Die nächste Generation Assistenzsysteme ist bereits in der Entwicklung: Spurassistenten bei Fahrbahnverengung oder Autopiloten in Notsituationen, um noch besser Unfälle vermeiden zu können. Im Dienste der Fahrsicherheit macht dies Sinn, die Verantwortung muss aber stets beim Fahrer bleiben.

Quelle: auto-illustrierte, Januar 2012

     

 
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